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- Titelbild von Peter Ewig
Titelbild des VHS Programmheftes
Peter Ewig/ HEADS
Auf den ersten Blick sind die kleinen Kupferplastiken Knäuel, die sich blütenartig in sich winden. Peter Ewig verzichtet bei den Heads auf jedwede Ausprägung einer ablesbaren Gesichtshülle, zugunsten der freien Verformung des gewalzten Kupfers; es wird eine elementare (menschliche) Gestaltungskraft frei:
Das skulpturale Formen und Verformen mit der Hand. Doch balancieren die Arbeiten mit der Erkennbarkeit eines Gegenübers, dass wir als Büste oder Kopf identifizieren können. Die Köpfe erlauben dem Betrachter eine Aufsicht, wir schauen auf und in die Köpfe hinein, was auch durch die Größe (sie sind kleiner als ein durchschnittlicher menschlicher Kopf) verstärkt wird.
In Peter Ewigs Werk spielt die Durchdringung von Oberflächen eine entscheidende Rolle. Oberfläche zeigt sich auch in seinen Videos als durchlässige Ebene, als zeitlich erfahrbarer Übergang zwischen Innen und Außen. Bei den Heads, scheint die kulturgeschichtlich ererbte und gelebte Trennung von Kopf und Körper in zweifacher Hinsicht aufgehoben:
Kopf wird Skulptur, Kopf bleibt nicht nur Gehäuse:
Kopf wird zeitlich erfahrbarer Raum.
Peter Ewig lebt und arbeitet in Düsseldorf. Nach Beendigung der Schule arbeitete er als Regie- und Bühnenbildassistent am Landestheater Schwaben. Er studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und wurde Meisterschüler bei Prof. Jan Dibbets. Mit Studienabschluss begann seine Ausstellungstätigkeit in Museen und Galerien. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter den Förderpreis der Stadt Düsseldorf. 2011 erhielt er das Onomato-Werk-Stipendium für Videokunst.

