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Studium Generale

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Das Studium Generale kann nur im Verbund gebucht werden. Bei dieser Veranstaltungsreihe ist eine Anmeldung notwendig.

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Das Studium Generale kann nur im Verbund gebucht werden. Bei dieser Veranstaltungsreihe ist eine Anmeldung notwendig.

Studium Generale
Mi. 28.09.2022 18:00
Memmingen

Man fällt positiv auf, wenn man über etwas spricht, mit dem man sich beschäftigt, das man verstanden und durchdacht hat. Am besten gelingt dies in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Das Studium Generale gibt Ihnen dazu Gelegenheit. Es hat zum Ziel, Ihren Horizont zu erweitern und Sie mit interessierten Menschen Interessantes, z. B. aus Geschichte, Gesellschaft, Politik, Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Medizin, Technik und Astronomie erfahren und diskutieren zu lassen. Die Welt des Wissens und der Bildung hält bestimmt auch für Sie Überraschungen bereit. Expertinnen und Experten vermitteln Ihnen in gut verständlicher Art und Weise die wesentlichsten Wissensinhalte unserer komplex gewordenen Welt. Sie können jederzeit einsteigen und benötigen dazu keine besonderen Voraussetzungen. Vermittelt wird vielseitiges Grundlagen- und Spezialwissen unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen, Erkenntnissen und Debatten. Im Mittelpunkt des Studium Generale stehen ab diesem Semester die "Umbrüche Europas und das verblüffende Erbe". Besonderer Fokus liegt bei den geplanten Veranstaltungen auf der Zeit von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Eine Phase, die erst auf dem zweiten Blick interessante Parallelen mit unserer Zeit aufweist. Wie immer wird dieser Themenschwerpunkt durch andere, sorgsam ausgewählte Aspekte ergänzt, erweitert und Bezüge zur Jetztzeit hergestellt.

28.09.22, Rainer Holl Der weite Horizont des „finsteren“ Mittelalters Meist spricht man heute vom "finsteren Mittelalter", das man unbedingt hinter sich lassen muss. Das ist sicher berechtigt. Doch es gibt auch einen anderen Blick auf diese fernen Jahrhunderte. Es war bei aller Gewalt und Unsicherheit doch auch eine Zeit der Begegnung voller Innovationen. Selbst von den bekämpften Feinden bekam das Abendland wesentliche Anregungen für das Miteinander, für Medizin, Naturwissenschaft, Technik, Musik und sogar für die Religion. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Handel weit über die Grenzen des christlichen Europa hinaus. Der Vortrag will diese faszinierende Geschichte unserer eigenen Kultur in Erinnerung rufen und das Verständnis von wesentlichen Entwicklungen und Brüchen dieser Epoche aufzeigen. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 05.10.22 Rainer Holl Die Kirche des Mittelalters: Zwischen Einheitsstreben und Spaltung Das Mittelalter verstand sich als Gemeinwesen, das den christlichen Glauben als Grundlage hatte. Diese Basis zu formulieren und zu erhalten, war die Aufgabe der Kirche. Die weltliche Obrigkeit sorgte für die nötige äußere Stabilität. Allerdings gingen die Auffassungen darüber, was christlich sei, von der ersten Generation der Christen an oft weit auseinander. Mit großer Mühe und nicht ohne Gewalt wurden die grundlegenden Inhalte des Glaubens festgelegt. Das wurde besonders wichtig als das Christentum im 4.Jh. zur römischen Staatsreligion aufstieg. Damit waren jedoch abweichende Auffassungen nicht aus der Welt geschafft. Sie hielten sich unter der Oberfläche und brachen immer wieder auf. 1054 kam es zum ersten Schisma der Christenheit, in dem die lateinische und die orthodoxe Kirche sich trennten. Die Abwanderung enttäuschter Gläubiger in die Einsamkeit der Wüste war eine Protestbewegung, die aber im Raum der Kirche blieb. Daraus entstand schließlich die klösterliche Lebensform. Viele abweichende Glaubensüberzeugungen wurden jedoch hart bekämpft. Von den Katharern, einer starken, von der lateinischen Kirche abweichenden Glaubensrichtung in Südfrankreich, leitet sich die Bezeichnung "Ketzer" ab. Sie wurden mit militärischer Gewalt vernichtet. Dennoch hat das Auftreten der Ketzer die Kirche auf Defizite und Missbräuche verwiesen und zu Reformen beigetragen. Über diese Wirkungen der alternativen Christen des Mittelalters will der Vortrag informieren. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 12.10.22, Dr. Peter Barth Herausforderung Russland Philosophinnen und Philosophen stießen in ihrer Zeit immer wieder auf Widerstand, Unverständnis und Ablehnung. Oft genug jedoch nahmen ihre zentralen Überlegungen zum Sinn des Lebens und zur Stellung des Menschen zur Welt starken und nachhaltigen Einfluss auf Individuum und Gesellschaft. Sie beeinflussten das Denken ganzer Epochen und bewirkten eine Öffnung des Blicks auf Mensch und Welt. Der Referent bespricht die epochalen Ideen und philosophischen Schulen – immer auch in Hinblick auf das Jetzt und Hier. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 09.03. und 16.03.22., Christa Koch Warum haben Kirchen einen Turm?  Die Geschichte der Kunst und ihre Funktionen  Immer schon, seitdem es Kunst gibt, hatte sie unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Die Kunst, Kunstwerke zum Sprechen zu bringen, darf sich von daher nicht allein auf deren rein ästhetische Wirkung beschränken. Sie muss sich vielmehr mit Fragen nach deren religiösen, den politischen und den abbildenden Rahmenbedingungen auseinandersetzen, ohne dabei die Besonderheiten des schöpferischen Prozesses, aber auch den singulären Wert des Einzelwerkes, aus den Augen zu verlieren. Diese Vortragsreihe will von daher in ihrem Ansatz nicht einer im traditionellen Sinn chronologischen Stil- und Epochendarstellung folgen, sondern in komprimierter Form den Haupt- und Nebenwegen abendländischer Kunst, als Schmelztiegel verschiedenster Ideen und Eingebungen, beleuchten. Der zeitliche Rahmen umfasst dabei das Ende der römisch geprägten Spätantike bis zum frühen Mittelalter. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.30 - 20.00 Uhr 12.10.22, Dr. Peter Barth Archäologie – die Welt der Puzzleteile Spektakuläre archäologische Funde, die zur Klärung mancher Fragen beitragen, sind selten. Nicht alle kommen im Rahmen von wissenschaftlichen Grabungen zutage. Viele Relikte werfen zunächst Fragen auf, beispielsweise welcher Epoche die Funde zuzuordnen sind. Immer wieder finden Menschen beim Spazierengehen, der Garten- oder Feldarbeit, aber auch bei Bauarbeiten interessante Relikte. Wie ist es aber möglich, z. B. Funde aus der Spätantike bis zum frühen Mittelalter genauen Zeitaltern oder gar einem bestimmten Jahr zuzuordnen?Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 06.04.22, Johannes Kroh Aufstieg der Ewigen Stadt Während der vielfältigen Krisen und dem damit verbundenen langsamen Zerfall in der langen Spätantike und dem Frühmittelalter entwickelte sich die vormalige Welthauptstadt Rom zum geistigen Zentrum der neuen prägenden Kraft Europas, dem Christentum. Seit Mitte des 8. Jahrhunderts kehrte sich der fortschreitende Niedergang um und im Bündnis mit den Franken gewann die Stadt als Ort einer lebendigen Erinnerung an die Antike und Heimat der Päpste neuen Glanz und politische Aufmerksamkeit: Ein Prozess, der am Weihnachtstag 800 in der Krönung Karls des Großen zum Kaiser gipfelte. Die Veränderungen in der Gesellschaft und politischen Ordnung der Ewigen Stadt stehen mit dem 9. Jahrhundert als Schwerpunkt im Zentrum des Vortrags. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr

Kursnummer 222MM1002
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Gebühr: 84,00