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Kunst, Geschichte & Philosophie

Livestream - vhs.wissen live: Religion und Nation in den USA
Do. 20.01.2022 19:30
Online-Seminar

Trotz der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche haben Religionen das Werden der USA von Beginn an mitbestimmt. Weder die Amerikanische Revolution noch der Aufbau der neuen Republik wären ohne die Mitwirkung evangelikaler und liberaler Protestanten denkbar gewesen. Seit den 1850er Jahren kam dann eine politisch zunehmend bedeutsame katholische Minderheit hinzu. Der Vortrag spürt der historischen Bedeutung der verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften nach und geht zusätzlich auf deren aktuelle Rolle ein. Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und zählt zu den besten Kennern der USA. Bei C.H. Beck hat er zuletzt "Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation" veröffentlicht.

Kursnummer 212MM1852
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Studium Generale
Mi. 09.02.2022 18:00
Memmingen

Man fällt positiv auf, wenn man über etwas spricht, mit dem man sich beschäftigt, das man verstanden und durchdacht hat. Am besten gelingt dies in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Das Studium Generale gibt Ihnen dazu Gelegenheit. Es hat zum Ziel, Ihren Horizont zu erweitern und Sie mit interessierten Menschen Interessantes, z. B. aus Geschichte, Gesellschaft, Politik, Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Medizin, Technik und Astronomie erfahren und diskutieren zu lassen. Die Welt des Wissens und der Bildung hält bestimmt auch für Sie Überraschungen bereit. Expertinnen und Experten vermitteln Ihnen in gut verständlicher Art und Weise die wesentlichsten Wissensinhalte unserer komplex gewordenen Welt. Sie können jederzeit einsteigen und benötigen dazu keine besonderen Voraussetzungen. Vermittelt wird vielseitiges Grundlagen- und Spezialwissen unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen, Erkenntnissen und Debatten. Im Mittelpunkt des Studium Generale stehen ab diesem Semester die "Umbrüche Europas und das verblüffende Erbe". Besonderer Fokus liegt bei den geplanten Veranstaltungen auf der Zeit von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Eine Phase, die erst auf dem zweiten Blick interessante Parallelen mit unserer Zeit aufweist. Wie immer wird dieser Themenschwerpunkt durch andere, sorgsam ausgewählte Aspekte ergänzt, erweitert und Bezüge zur Jetztzeit hergestellt.

09.02.22, Rainer Holl Unser Deutsch aus vielen Quellen Vielen missfällt es, wenn immer mehr englische Wörter ins Deutsche einwandern: der Schlussverkauf heißt längst "Sale", wir sind möglichst immer "online" oder vor dem geschlossenen Geschäft hängt ein Schild "We are closed". Das ärgert uns oft und wir halten es für eine neumodische Marotte. Dabei fällt es kaum auf, dass "neumodisch" und "Marotte" ja auch einen fremden Ursprung haben. Unsere ganz normale Sprache ist immer schon voller Wörter, die das Deutsche im Lauf der Geschichte aufgenommen hat. Diese Einflüsse sind Zeugnisse von Begegnungen mit anderen Völkern und Kulturen, die uns zutiefst geprägt haben. Solchen Spuren schon an Beispielen aus der Antike und dem frühen Mittelalter nachzugehen und sie zu würdigen, ist die Absicht dieses Vortrags. Sozusagen ein (hoffentlich faszinierender) Blick in die "Spracharchäologie". Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 16.02.22, Rainer Holl Der integrierte Jesus  Wenn der Apostel Paulus in unsere Kirchen käme, wäre er mindestens so entsetzt wie es der Apostel Jakobus war, als er sah, was Paulus aus dem Glauben an Jesus Christus gemacht hatte. Dabei hatte Paulus doch nur erkannt, dass die judenchristliche Gestalt der Urgemeinde in Jerusalem der großen, weiten Welt des römischen Reichs nicht zu vermitteln wäre. Darum musste er bei seinen Reisen und in seinen Briefen griechisch sprechen und in den Vorstellungen predigen, die seinen hellenistischen Hörern geläufig waren. Vor allem mussten die Missionare an Vertrautes aus den traditionellen Religionen anknüpfen. So waren schon in der ausgehenden Antike und in der Begegnung mit den germanischen Völkerstämmen die Herausforderungen für Theologie und den kirchlichen Alltag gewaltig. Es war ein Zeichen für die Lebendigkeit des Glaubens, wenn solche Anpassungen gelangen. Das Risiko, sich auf Irrwege zu begeben, war durchaus jederzeit dabei. Wer in einer romanischen Kirche vor einem Christus mit germanischen Zügen steht, erkennt: Das Christentum ist angekommen. Der Referent versucht an markanten Stellen der frühen Kirchengeschichte zu zeigen, wie der Weg des Christentums von Jerusalem bis ins fränkische Reich verlief. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 23.02. und 23.03.22, Dr. Steffen Ewig Sternstunden der Philosophie Philosophinnen und Philosophen stießen in ihrer Zeit immer wieder auf Widerstand, Unverständnis und Ablehnung. Oft genug jedoch nahmen ihre zentralen Überlegungen zum Sinn des Lebens und zur Stellung des Menschen zur Welt starken und nachhaltigen Einfluss auf Individuum und Gesellschaft. Sie beeinflussten das Denken ganzer Epochen und bewirkten eine Öffnung des Blicks auf Mensch und Welt. Der Referent bespricht die epochalen Ideen und philosophischen Schulen – immer auch in Hinblick auf das Jetzt und Hier. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 09.03. und 16.03.22., Christa Koch Warum haben Kirchen einen Turm?  Die Geschichte der Kunst und ihre Funktionen  Immer schon, seitdem es Kunst gibt, hatte sie unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Die Kunst, Kunstwerke zum Sprechen zu bringen, darf sich von daher nicht allein auf deren rein ästhetische Wirkung beschränken. Sie muss sich vielmehr mit Fragen nach deren religiösen, den politischen und den abbildenden Rahmenbedingungen auseinandersetzen, ohne dabei die Besonderheiten des schöpferischen Prozesses, aber auch den singulären Wert des Einzelwerkes, aus den Augen zu verlieren. Diese Vortragsreihe will von daher in ihrem Ansatz nicht einer im traditionellen Sinn chronologischen Stil- und Epochendarstellung folgen, sondern in komprimierter Form den Haupt- und Nebenwegen abendländischer Kunst, als Schmelztiegel verschiedenster Ideen und Eingebungen, beleuchten. Der zeitliche Rahmen umfasst dabei das Ende der römisch geprägten Spätantike bis zum frühen Mittelalter. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.30 - 20.00 Uhr 30.03.22, Prof. Udo Worschech Archäologie – die Welt der Puzzleteile Spektakuläre archäologische Funde, die zur Klärung mancher Fragen beitragen, sind selten. Nicht alle kommen im Rahmen von wissenschaftlichen Grabungen zutage. Viele Relikte werfen zunächst Fragen auf, beispielsweise welcher Epoche die Funde zuzuordnen sind. Immer wieder finden Menschen beim Spazierengehen, der Garten- oder Feldarbeit, aber auch bei Bauarbeiten interessante Relikte. Wie ist es aber möglich, z. B. Funde aus der Spätantike bis zum frühen Mittelalter genauen Zeitaltern oder gar einem bestimmten Jahr zuzuordnen?Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 06.04.22, Johannes Kroh Aufstieg der Ewigen Stadt Während der vielfältigen Krisen und dem damit verbundenen langsamen Zerfall in der langen Spätantike und dem Frühmittelalter entwickelte sich die vormalige Welthauptstadt Rom zum geistigen Zentrum der neuen prägenden Kraft Europas, dem Christentum. Seit Mitte des 8. Jahrhunderts kehrte sich der fortschreitende Niedergang um und im Bündnis mit den Franken gewann die Stadt als Ort einer lebendigen Erinnerung an die Antike und Heimat der Päpste neuen Glanz und politische Aufmerksamkeit: Ein Prozess, der am Weihnachtstag 800 in der Krönung Karls des Großen zum Kaiser gipfelte. Die Veränderungen in der Gesellschaft und politischen Ordnung der Ewigen Stadt stehen mit dem 9. Jahrhundert als Schwerpunkt im Zentrum des Vortrags. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr

Kursnummer 221MM1005
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Gebühr: 62,00
Livestream - vhs.wissen live: "Die Himmelsscheibe von Nebra - Fürsten, Goldwaffen und Armeen"
Fr. 25.02.2022 19:30
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Die Himmelsscheibe von Nebra zählt als älteste bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Welt zu den wichtigsten archäologischen Funden des letzten Jahrhunderts. Vor etwa 3600 Jahren am Mittelberg bei Nebra im südlichen Sachsen-Anhalt vergraben, erlebte sie zuvor mehrere Veränderungen ihres Bildprogramms und ihrer Bedeutung. Ihre Erforschung ermöglicht uns viele Erkenntnisse über die religiösen Vorstellungen, aber auch die politische Organisation in der frühen Bronzezeit. Nicht zuletzt verweist sie auf die intensive Vernetzung der frühbronzezeitlichen Eliten in Europa und bis in den Vorderen Orient. Harald Meller, provinzialrömischer Archäologe, Prähistoriker und Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, ist Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte. Unter seiner Führung wurde das Landesmuseum in Halle zu einem der wichtigsten Ausstellungshäuser für Prähistorische Archäologie in Europa.

Kursnummer 221MM1813
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Endlich Durchblick in der Harmonielehre
Fr. 04.03.2022 19:30
Memmingen

Für alle Instrumentalisten und SängerInnen ab 12 Jahren, die schon grundlegende Kenntnisse in der Notenschrift haben. Wie klingt ein Durakkord? Oder eine kleine Terz? Was ist ein Leitton? Wie kann ich eine Melodie oder eine Harmonie transponieren? Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Harmonielehre von Anfang an. Klar, gründlich und ohne Stress. Intervalle, Tonleiter und Akkorde sind nie nur theoretisches Wissen, sondern ein Gefühl, eine Hörerfahrung. Deshalb werden wir alles, was uns in der Theorie begegnet, auch anhören oder selbst spielen. Dabei werden die Bereiche Pop, Rock, Jazz und Klassik gleichermaßen berücksichtigt. Inhalte: Notenschrift, Intervalle, Tonleiter, Akkorde, Dur-Moll, Akkordsymbole.

Kursnummer 221MM6303
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Gebühr: 58,00
Dozent*in: Martin Doll
Livestream - vhs.wissen live: Kurt Landauer - Der Präsident des FC Bayern. Briefwechsel mit Maria Baumann
Mi. 11.05.2022 19:30
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Die Lebensgeschichte des Münchners Kurt Landauer (1884-1961) ist in mehreren Büchern festgehalten und auch verfilmt worden. Er war der legendäre Präsident des FC Bayern und gehörte zu den wenigen im Nationalsozialismus als Juden Verfolgten, die sich nach der Schoa entschieden, aus der Emigration in die Heimat zurückzukehren. Jetzt ist der sensationelle Nachlass von Kurt Landauer und seiner Ehefrau Maria Baumann (1899-1971) zugänglich und eröffnet unbekannte Einsichten in die Familiengeschichte Landauers in der Vorkriegszeit, Landauers Emigration in die Schweiz und die Nachkriegsgeschichte in München. Im Gespräch geben die beiden Herausgeberinnen Jutta Fleckenstein und Rachel Salamander Einblicke in den nun veröffentlichten Briefwechsel mit Maria Baumann und den bisher unbekannten Lebensbericht Kurt Landauers.

Kursnummer 221MM1841
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: Die Evolution der Phantasie: Warum wir ohne Kunst nicht leben können
Di. 17.05.2022 19:30
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Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten - und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaftigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort. Und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Wann und warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt? Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. Der Vortrag wird schildern, was sich aus Sicht der Evolutionsbiologie zur Entstehung der Kunst sagen lässt und eine mögliche Erklärung vorstellen.  Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992-1995 war er Mitherausgeber von Charles Darwins Briefwechsel in Cambridge (England) und Post-doc am Department of the History of Science der Harvard University. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. Aktuelle Publikation: Die Evolution der Phantasie: Wie der Mensch zum Künstler wurde (Stuttgart: S. Hirzel, 2013), Die verborgene Natur der Liebe: Sex und Leidenschaft und wie wir die Richtigen finden (München: C. H. Beck, 2016).

Kursnummer 221MM1843
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: Geschichte und Zukunft der Mode
Mi. 22.06.2022 19:30
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Befindet sich das System der "schnellen" Mode, wie es im zwanzigsten Jahrhundert entstanden ist, in einer tiefen Krise? Die Mode ist ein starker Motor für ökologische und wirtschaftliche Ungleichheiten in der Welt. Das macht die Diskussion über die Vergangenheit und Zukunft der Mode zu einer dringenden Aufgabe. Eine Betrachtung der Mode als globale Geschichte seit dem Mittelalter zeigt, wie wir über neue ökologische und ästhetische Zukünfte nachdenken können. Ulinka Rublack lehrt Europäische Geschichte an der Universität Cambridge, Alfons Kaiser ist leitender Journalist bei der FAZ und dort u.a. für Mode zuständig. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin statt.

Kursnummer 221MM1849
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt