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Kunst, Geschichte & Philosophie

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Texte zu Freiheit
Mo. 26.09.2022 17:00
Memmingen

»Freiheit« ist ein zentrales Thema der Philosophie – und das seit über 2.000 Jahren! An 12 Abenden behandelt Dr. Steffen Ewig dazu die wichtigsten Texte vom 4. Jhd. vor bis zum 18. Jhd. nach Christus in übersichtlichen, gut verständlichen Ausschnitten. Im Fokus steht dabei - neben der Willensfreiheit sowie der Selbstbeherrschung- und bestimmung - die politische Freiheit. Wer sich für Freiheit interessiert, dem verspricht diese Reihe eine wahre Fundgrube für eine differenzierte Sicht und ein unbedingtes „Muss“ zu sein. Freuen Sie sich auch auf den Austausch mit anderen! 26.09.22 Aristoteles (384 – 322 v.): Nikomachische Ethik 10.10.22 Cicero (106 – 43 v.): Über das Schicksal 17.10.22 Augustinus (354 – 430): Der freie Wille 24.10.22 Boethius (480 – 524/25): Trost der Philosophie 31.10.22 Thomas von Aquin (1225 – 1274): Der freie Wille 07.11.22 Erasmus von Rotterdam (1467 – 1535): Gespräch über den freien Willen (1524) 14.11.22 Martin Luther (1483 – 1546): Vom freien Willen (1525) 21.11.22 René Descartes (1596 – 1650): Meditationen über die Erste Philosophie (1641) 28.11.22 Thomas Hobbes (1588 – 1679): Leviathan (1651) Von der Freiheit der Untertanen 05.12.22 John Locke (1632 – 1704): Versuch über den menschlichen Verstand (1690) 12.12.22 Wilhelm Leibniz (1646 – 1716): Theodizee (1710) 19.12.22 David Hume (1711 – 1776): Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (1748)

Kursnummer 222MM1042
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Gebühr: 12,00
Studium Generale
Mi. 28.09.2022 18:00
Memmingen

Man fällt positiv auf, wenn man über etwas spricht, mit dem man sich beschäftigt, das man verstanden und durchdacht hat. Am besten gelingt dies in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Das Studium Generale gibt Ihnen dazu Gelegenheit. Es hat zum Ziel, Ihren Horizont zu erweitern und Sie mit interessierten Menschen Interessantes, z. B. aus Geschichte, Gesellschaft, Politik, Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Medizin, Technik und Astronomie erfahren und diskutieren zu lassen. Die Welt des Wissens und der Bildung hält bestimmt auch für Sie Überraschungen bereit. Expertinnen und Experten vermitteln Ihnen in gut verständlicher Art und Weise die wesentlichsten Wissensinhalte unserer komplex gewordenen Welt. Sie können jederzeit einsteigen und benötigen dazu keine besonderen Voraussetzungen. Vermittelt wird vielseitiges Grundlagen- und Spezialwissen unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen, Erkenntnissen und Debatten. Im Mittelpunkt des Studium Generale stehen ab diesem Semester die "Umbrüche Europas und das verblüffende Erbe". Besonderer Fokus liegt bei den geplanten Veranstaltungen auf der Zeit von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Eine Phase, die erst auf dem zweiten Blick interessante Parallelen mit unserer Zeit aufweist. Wie immer wird dieser Themenschwerpunkt durch andere, sorgsam ausgewählte Aspekte ergänzt, erweitert und Bezüge zur Jetztzeit hergestellt.

28.09.22, Rainer Holl Der weite Horizont des „finsteren“ Mittelalters Meist spricht man heute vom "finsteren Mittelalter", das man unbedingt hinter sich lassen muss. Das ist sicher berechtigt. Doch es gibt auch einen anderen Blick auf diese fernen Jahrhunderte. Es war bei aller Gewalt und Unsicherheit doch auch eine Zeit der Begegnung voller Innovationen. Selbst von den bekämpften Feinden bekam das Abendland wesentliche Anregungen für das Miteinander, für Medizin, Naturwissenschaft, Technik, Musik und sogar für die Religion. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Handel weit über die Grenzen des christlichen Europa hinaus. Der Vortrag will diese faszinierende Geschichte unserer eigenen Kultur in Erinnerung rufen und das Verständnis von wesentlichen Entwicklungen und Brüchen dieser Epoche aufzeigen. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 05.10.22 Rainer Holl Die Kirche des Mittelalters: Zwischen Einheitsstreben und Spaltung Das Mittelalter verstand sich als Gemeinwesen, das den christlichen Glauben als Grundlage hatte. Diese Basis zu formulieren und zu erhalten, war die Aufgabe der Kirche. Die weltliche Obrigkeit sorgte für die nötige äußere Stabilität. Allerdings gingen die Auffassungen darüber, was christlich sei, von der ersten Generation der Christen an oft weit auseinander. Mit großer Mühe und nicht ohne Gewalt wurden die grundlegenden Inhalte des Glaubens festgelegt. Das wurde besonders wichtig als das Christentum im 4.Jh. zur römischen Staatsreligion aufstieg. Damit waren jedoch abweichende Auffassungen nicht aus der Welt geschafft. Sie hielten sich unter der Oberfläche und brachen immer wieder auf. 1054 kam es zum ersten Schisma der Christenheit, in dem die lateinische und die orthodoxe Kirche sich trennten. Die Abwanderung enttäuschter Gläubiger in die Einsamkeit der Wüste war eine Protestbewegung, die aber im Raum der Kirche blieb. Daraus entstand schließlich die klösterliche Lebensform. Viele abweichende Glaubensüberzeugungen wurden jedoch hart bekämpft. Von den Katharern, einer starken, von der lateinischen Kirche abweichenden Glaubensrichtung in Südfrankreich, leitet sich die Bezeichnung "Ketzer" ab. Sie wurden mit militärischer Gewalt vernichtet. Dennoch hat das Auftreten der Ketzer die Kirche auf Defizite und Missbräuche verwiesen und zu Reformen beigetragen. Über diese Wirkungen der alternativen Christen des Mittelalters will der Vortrag informieren. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 12.10.22, Dr. Peter Barth Herausforderung Russland Philosophinnen und Philosophen stießen in ihrer Zeit immer wieder auf Widerstand, Unverständnis und Ablehnung. Oft genug jedoch nahmen ihre zentralen Überlegungen zum Sinn des Lebens und zur Stellung des Menschen zur Welt starken und nachhaltigen Einfluss auf Individuum und Gesellschaft. Sie beeinflussten das Denken ganzer Epochen und bewirkten eine Öffnung des Blicks auf Mensch und Welt. Der Referent bespricht die epochalen Ideen und philosophischen Schulen – immer auch in Hinblick auf das Jetzt und Hier. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 19.10.2022: Dr. phil. Walter Eschenbacher Vergil und sein Hauptwerk „Aeneis“ Publius Vergilius Maro (70 – 19 v. Chr.) wuchs in der Nähe von Mantua auf und kam über verschiedene Zwischenstationen nach Rom. Er verfasste sein Epos „Aeneis“ in den Jahren 29 bis 19 v. Chr. Das Werk schildert die Flucht des Aeneas aus dem brennenden Troja über Karthago nach Italien; es wird damit zur mythischen Vorgeschichte Roms. Am bekanntesten ist vielleicht die Beziehung zwischen Aeneas und Dido, der Königin von Karthago – davon handelt z. B. die Oper „Die Trojaner“ von Hector Berlioz. Man sagt: Vergil uns seine „Aeneis“ stehen zwischen Homer und Dante. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 26.10.2022, Dr. phil. Walter Eschenbacher Dante Alighieri (1265 – 1321) und sein Hauptwerk „Göttliche Komödie“ (1301 – 1321) Dante wurde in Florenz geboren und starb im Exil in Ravenna. Die „Göttliche Komödie“ besteht aus den drei Teilen: Hölle – Fegefeuer/Läuterungsberg – Paradies. Dantes Führer durch die „Unter- bzw. Überwelt“ sind Vergil und seine „Geliebte“ Beatrice. Der Ich-Erzähler Dante begegnet auf seiner Reise den Seelen unzähliger Figuren, die aber wie lebendig auftreten. Goethe über Dante: „…das außerordentliche Genie…, das Mit- und Nachwelt in Erstaunen setzt... Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 09.11.22 und 11.01.23, Dr. Steffen Ewig Umbrüche in der Entwicklung der Philosophie im Mittelalter des 12. und 13. Jahrhunderts Völkerwanderung, Kreuzzüge und die Begegnung mit anderen Kulturen hatten starke Einflüsse auf die Philosophie. Umgekehrt beeinflusste die Philosophie aber auch Herrschende, Herrschaftsformen, ethisches Denken und Handeln. Im Mittelpunkt der thematisch zusammenhängenden Vorlesungen zur Philosophie geht es einerseits um die Entwicklungsstränge der Philosophie, andererseits um einzelne Philosophen, an denen sich neue Denkmuster besonders klar erkennen lassen. Dass dies Auswirkungen bis in unsere Zeit hat, verdeutlicht der Dozent an Beispielen. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 23.11.22, 18.00 - 19.30 Uhr, Prof. Dr. Georg Süss-Fink Brüche als Meilensteine - Zur ideengeschichtlichen Entwicklung der modernen Chemie 30.11.22, Prof. Dr. Udo Worschech Von den letzten Dingen Eschatologie in den monotheistischen Religionen Die Vorstellungen von den letzten Dingen der Welt weichen in den monotheistischen Religionen kaum voneinander ab. Warum aber gleichen sich diese Vorstellungen so? Der Dozent sucht den Ursprung dieser Ur-Vorstellungen in den Schichten der ältesten uns bekannten Religionen auf und fördert dabei Überraschendes zutage. Auch die Frage, warum es gerade in diesem Punkt so starke gemeinsame Vorstellungen gibt, die sich bis in unsere Tage nicht geändert haben, wird mit in seine Überlegungen einbezogen. Freuen Sie sich auf eine spannende Reise zu den Quellen religiösen Denkens. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 7.12.2022 und 14.12.2022, Christa Koch Die Geschichte der Kunst und ihrer Funktionen. Teil 2: Hochmittelalter und frühe Neuzeit.  Anknüpfend an den zeitlichen Rahmen vom Ende der römisch geprägten Spätantike bis zum frühen Mittelalter wird nun das Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit im Fokus unserer Betrachtungen stehen, wobei die generellen Fragestellungen des vergangenen Semesters weiterhin verbindlich bleiben.  Immer schon, seitdem es Kunst gibt, hatte sie unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Die Kunst, Kunstwerke zum Sprechen zu bringen, darf sich von daher nicht allein auf deren ästhetische Wirkung beschränken. Sie muss sich vielmehr mit Fragen nach den religiösen, den politischen und den abbildenden Rahmenbedingungen auseinandersetzen, ohne dabei den schöpferischen Gesamtprozess, aber auch den singulären Wert des Einzelwerkes, aus den Augen zu verlieren. In komprimierter Form sollen Haupt- und Nebenwegen abendländischer Kunstentwicklungen zu Zeiten der Ottonen, der Salier und der Staufer, als eines Schmelztiegels verschiedenster Ideen und Eingebungen, nachgespürt werden. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr 21.12.22, Dr. Martin Lanzinger Zwischen Wunderheilung, moderner Operation und Vier-Säfte-Lehre Hippokrates (460-370 v. Chr.), gilt als Begründer der wissenschaftlichen Medizin. Seine Werke wurden in Griechisch verfasst. Lateinische Übersetzungen gab es nicht. Nach dem Untergang des weströmischen Kaisertums (476/480) und der Zurückdrängung der ehemaligen Besatzer, ging jedoch ein großer Teil des Wissens um diese Erkenntnisse verloren. Kaum jemand war noch des Griechischen mächtig und in der Lage, die in der nun fremden Sprache verfassten handschriftlichen Texte zu entziffern. Einzig in den Klöstern wurde das antike Erbe bewahrt. Allerdings stand diesem Wissen die christlich motivierte Vorstellung vom göttlichen Heilsplan gegenüber. Krankheit war aus der Sicht jener Zeit kein den Organismus unbeabsichtigt treffendes Übel, sondern gottgewollt. Die Heilung Kranker stellte daher nach Auffassung der Kirchenväter mehr oder minder ein Eingreifen in die göttliche Bestimmung dar, andererseits jedoch legitimierte sich Heilung durch die Wunderheilungen Christis. Der Referent geht den Entwicklungssträngen der unterschiedlich organisierten Medizin im Mittelalter auf den Grund und bietet auch Einsichten in konkrete Behandlungsmethoden, die nicht immer zur Heilung der Patienten führten. Veranstaltungsort: Maximilian-Kolbe-Haus, Donaustraße 1, Seminarraum 3, 18.00 - 19.30 Uhr

Kursnummer 222MM1002
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Gebühr: 84,00
Lokalgeschichte erforschen... - spannend!
Mo. 17.10.2022 19:00
Kursort siehe Text

Egal an welcher Epoche oder an welchem Ort Sie besonders interessiert sind: In der Geschichtswerkstatt der vhs werden Sie zu Forscher*innen. Mit Gleichgesinnten lernen Sie Zeitzeugen zu interviewen und historische Dokumente fachgewandt einzuordnen, zu bewerten und daraus Schlüsse zu ziehen. Es begleitet Sie dabei eine ausgewiesene Expertin und Autorin. Sie werden sehen: Vieles liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf oder neben dem Weg und muss nur als Schatz gehoben werden. Ihre Heimat wird dabei reicher und vielfältiger. Sie entscheiden selbst, wie viel Zeit Sie einbringen wollen und können. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig. Die Seminare finden im Schützenheim Niederdorf statt. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, erhält weitere Informationen beim Leiter der vhs: Michael Trieb (Tel. 08331 850-139). Der Infoabend 222BG1008 findet am 10.10.2022 statt. Ort: Schützenheim Niederdorf, Lindenstraße 1, 87787 Wolfertschwenden

Kursnummer 222BG6208
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Gebühr: 97,50
Livestream - vhs.wissen live: „Macht Euch die Erde untertan. Aufstieg und Fall einer Idee“
Mi. 23.11.2022 19:30
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Der Mensch, der sich als „Krone der Schöpfung“ wähnt und sich mit seiner wissenschaftlich-technologischen Eingriffsmacht „die Erde Untertan“ gemacht hat, schuf ein Modell der Zivilisation, das nicht zukunftsfähig ist. Diese Erzählung war zwar lange erfolgreich, sie kann aber offensichtlich nicht mehr stimmen. Daher müssen wir die DNA unserer Kultur ändern, weg von Naturbeherrschung und Eroberung, hin zu einer anderen Art zu leben, die weniger zerstört. Wir müssen einsehen, dass wir Teil der Natur sind und mit anderen natürlichen Systemen zusammenarbeiten. Die Erde ist stärker als wir. Wir müssen den Menschen und die Gesellschaft neu denken. Philipp Blom ist Historiker und Schriftsteller. Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt. Für sein Buch „Der taumelnde Kontinent. Europa 1900-1914“ erhielt er den NDR Kultur Sachbuchpreis.

Kursnummer 222MM1842
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: Troia: Geschichte und Mythos einer ewigen Stadt
So. 27.11.2022 19:30
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Es gibt keinen anderen Ort, der wie Troia seit nunmehr fast 3.000 Jahren jede Generation aufs neue fasziniert. Seit den Epen Homers haben die Menschen ein Stadtprospekt und spannende Abenteuer vor Augen, wenn sie den Namen Troia hören. Und seit Schliemann eine Ruine entdeckt hat, der er den Namen Troia gab, gibt es einen Ort zu besichtigen. Doch so klar, wie es scheint, ist es nicht. Troia ist reine Erfindung – ein Ort, den es nie gab. Diese überraschende Beobachtung soll im Vortrag erklärt werden. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Kursnummer 222MM1844
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: A Master in the Making - Gemälde von Anthonis van Dyck in der Alten Pinakothek
Do. 15.12.2022 19:30
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Anthonis van Dyck war einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit und zählt heute noch zu den prägenden Malern seiner Epoche. Berühmt wurde er vor allem für seine unvergleichlich lebendigen und zugleich repräsentativen Porträts von Fürsten, Königinnen, Feldherren, Künstlern und Schönheiten seiner Zeit. Die in der Alten Pinakothek präsentierten Gemälde bringen dem Besucher eine Künstlerpersönlichkeit nahe, die auf der Suche war, im Ringen mit der eigenen Kreativität und den künstlerischen Zielen. Bevor Van Dyck zu einem der bekanntesten und gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit aufstieg, schuf er überwiegend Historienbilder, von denen eine große Zahl in der Alten Pinakothek präsentiert wird. Peter Paul Rubens war sein Vorbild, und die künstlerische Auseinandersetzung mit dessen Werken war ein intensiver, schöpferischer Prozess, bis Tizian sein Leitstern wurde und ihn nachhaltig inspirierte. Die Führung thematisiert verschiedene Facetten seines künstlerischen Schaffens anhand des in der Alten Pinakothek gezeigten Bestandes. Diese Einblicke beruhen auf den Ergebnissen eines mehrjährigen Forschungsprojekts zum Münchner Van Dyck-Bestand, welches einer 2019/20 in der Alten Pinakothek präsentierten Ausstellung vorausging. Dr. Mirjam Neumeister ist Sammlungsleiterin Flämische Malerei in der Alten Pinakothek der Bayerischen Staats- und Gemäldesammlungen. Die Veranstaltung wird live aus der Alten Pinakothek in München gestreamt.

Kursnummer 222MM1860
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: Vom Lateinischen zu den romanischen Sprachen
Mi. 25.01.2023 19:30
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Wir wissen: Sprache ist stetem, wenn auch kaum merklichem Wandel unterworfen. Im Falle der romanischen Sprachen sind wir in der glücklichen Situation, ihren Ursprung, das Lateinische, bestens zu kennen. Der Sprachwandel lässt sich also seit über 2000 Jahren „am lebenden Objekt“ beobachten, und wir können herausfinden, welche Mechanismen dabei am Werk sind. Dadurch hat die Erforschung der romanischen Sprachgeschichte Modellcharakter für die Art und Weise, wie Sprache sich verändert. Denn solche Mechanismen gestalten nicht nur das Lateinische zu romanischen Sprachen um, sondern sie entfalten ihre Wirkung auch woanders, nicht zuletzt im Deutschen. Rainer Schlösser war Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Jena. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Sprachgeschichte, Etymologie und Wortgeschichte, Dialektologie und Sprachkontakt.

Kursnummer 222MM1862
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
Livestream - vhs.wissen live: Ist Geschichte gestaltbar?
Mo. 30.01.2023 19:30
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Die Idee, dass Menschen ihre Geschichte machen oder gestalten können, ist aus dem politischen Leben nicht verschwunden. Im Gegenteil scheint sie angesichts der akut gewordenen globalen Probleme wie dem Klimaschutz eine Art Wiedergeburt zu erleben. »We are here to make history« – mit diesen Worten stimmte 2014 der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Regierungsvertreter auf den Klimagipfel in New York ein. Nicht nur Regierungsvertreter und Politiker, auch Bürger und Aktivisten erheben den Anspruch, Geschichte gestalten zu können. Aber die Vorstellung, dass menschliches Handeln sich nicht innerhalb einer vorgegebenen kosmischen Ordnung oder am Leitfaden einer göttlichen Vorsehung abspielt, ist verhältnismäßig jung: Sie ist ein Produkt der Aufklärung. Und unumstritten war sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Von Beginn an war sie mit grundsätzlichen, teils religiös, teils philosophisch, teils empirisch motivierten Bedenken konfrontiert. Kurt Bayertz lehrte bis 2017 praktische Philosophie an der Universität Münster. Für sein Buch „Der aufrechte Gang – Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ wurde er mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet. Patrick Bahners ist Journalist im Feuilleton der FAZ. Er hatte Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Bonn und am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Frankfurt am Main inne. 2003/2004 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 2012 hatte er die Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz inne

Kursnummer 222MM1864
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: nicht bekannt
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